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Erlacher Höhe Mitarbeiterin Lena Mekonnen erhält Frauenförderpreis

Bei der Erlacher Höhe in Calw begleitet Lena Mekonnen unbegleitete minderjährige Geflüchtete. Jetzt ist die Erlacher Höhe Mitarbeiterin für ihr ehrenamtliches Engagement für Frauen in Äthiopien ausgezeichnet worden.
Drei Frauen sitzen an einem Tisch. Sie spielen Memory. Im Hintergrund sind zwei Fenster, ein Stuhl und ein Regal zu sehen.
Erlacher Höhe Mitarbeiterin Lena Mekonnen ist für ihr Engagement für Frauen in Äthiopien ausgezeichnet worden.

Großerlach/Calw. Erlacher Höhe Mitarbeiterin Lena Mekonnen ist für ihr Engagement in Äthiopien von den Evangelischen Frauen in Württemberg (EFW) mit dem Mariane-Kraut-Frauenförderpreis ausgezeichnet worden.

Mekonnen arbeitet seit 2017 im Bereich Jugendhilfe des diakonischen Einrichtungsverbunds Erlacher Höhe in Calw. Dort begleitet sie unbegleitete minderjährige Geflüchtete. Während ihres Studiums absolvierte die Erziehungswissenschaftlerin ein Praxissemester bei der Agar Ethiopia Charitable Society, die sich um Opfer von Menschenhandel kümmert. In einem Rehabilitationszentrum entwickelte Mekonnen Alltagsroutinen für traumatisierte, oft psychisch erkrankte Frauen. „Wir haben viel gemeinsam gebastelt, Handarbeiten gemacht und gespielt. Diese Beschäftigungen halfen den Frauen, wieder Zugang zu ihren Gefühlen zu bekommen“, so Mekonnen.

Zurück in Deutschland engagierte sich Mekonnen ehrenamtlich weiter. Mit Vorträgen und traditionellen Kaffeezeremonien, die im äthiopischen Alltag eine wichtige Rolle spielen, macht sie auf die Arbeit der Agar Ethiopia Charitable Society aufmerksam und sammelt Spenden: Handarbeitsmaterial, Spiele und Kleidung für die Frauen. Vor der Pandemie reiste Mekonnen zweimal jährlich nach Äthiopien. Für Dezember 2021 ist die erste Reise nach der Corona-Zwangspause geplant. Bis dahin behilft sich Mekonnen mit dem Postversand: Erst im Mai 2021 konnte Mekonnen 61 Kilogramm Sachspenden an das Frauenhaus in Äthiopien schicken

Warum ihr die Arbeit in Äthiopien am Herzen liegt? „Es ist wichtig zu begreifen, wie sich die eigene Lebensweise auf einen anderen Kontinent auswirkt“, antwortet Mekonnen. Äthiopien sei ein faszinierendes Land mit großem Potenzial. Und: „Die Frauen dort sind stark, sie sind für mich Vorbilder. Ich lerne viel von ihnen.“

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