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Regionales Integrationsprojekt zieht positive Zwischenbilanz

Rund 560 Teilnehmende werden im Laufe des Projekts durch Beratung, Coaching und Qualifizierungsangebote begleitet.
Eine große Personengruppe steht vor einer Orgel. Die überwiegend jungen Männer und Frauen lächeln in die Kamera.

Calw/Freudenstadt. Drei Jahre nach dem Start des Integrationsprojekts CHAI (Coaching.Hilfe.Arbeit.Integration) haben die beteiligten Partner eine positive Zwischenbilanz gezogen. Beim Reflexionstreffen Ende April standen die bisherigen Erfolge ebenso im Fokus wie die geplante Fortführung des Projekts über das Jahr 2026 hinaus.

Das Projekt CHAI unterstützt geflüchtete Menschen in den Landkreisen Calw und Freudenstadt beim Einstieg in Ausbildung und Arbeit. Gefördert wird das Projekt über das ESF Plus-Bundesprogramm „WIR – Netzwerke integrieren Geflüchtete in den regionalen Arbeitsmarkt“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie den Europäischen Sozialfonds. Die Umsetzung erfolgt durch einen Zusammenschluss diakonischer Träger: Die Erlacher Höhe, den Diakonieverband Nördlicher Schwarzwald sowie die Diakonische Bezirksstelle Freudenstadt.

Rund 560 Teilnehmende werden im Laufe des Projekts durch Beratung, Coaching und Qualifizierungsangebote begleitet. Seit dem Projektstart im Januar 2023 wurden Kurse an mehreren Standorten, Angebote an beruflichen Schulen, Projekte mit Jugendlichen aus der Jugendhilfe sowie individuelle Hilfen bei der Ausbildungs- und Jobsuche umgesetzt.

Vom Geflüchteten zum Junior Store Manager

Wie nachhaltig diese Unterstützung wirken kann, zeigt das Beispiel eines Teilnehmers aus der Ukraine: Der ehemalige Ingenieur und Manager in der Süßwarenindustrie fand zunächst über CHAI eine Teilzeitstelle und absolvierte parallel einen B2-Deutschkurs. Inzwischen arbeitet er als Junior Store Manager bei einem großen Schuhhändler – mit der Perspektive, künftig eine eigene Filiale zu leiten.

Als entscheidend für den bisherigen Erfolg bewerten die Beteiligten die enge Zusammenarbeit mit regionalen Institutionen. Dazu zählen die Jobcenter der Landkreise Calw und Freudenstadt, die Landratsämter beider Kreise sowie die Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim. Beim Treffen wurden die bisherigen Erfahrungen ausgewertet und erste Planungen für die geplante Verlängerung konkretisiert.

Einen fachlichen Akzent setzte Philipp Neurath vom Diakonischen Werk Württemberg mit seinem Vortrag zur Arbeitsmarktintegration im ländlichen Raum. Alle beteiligten Partner signalisierten ihre weitere Unterstützung für CHAI. Das Projekt läuft derzeit bis September 2026, eine Verlängerung bis September 2028 ist bereits beantragt.

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