Backnang/Großerlach. Im Rahmen der feierlichen Inbetriebnahme des Neubaus der Therapeutischen Wohngemeinschaft Backnang der Erlacher Höhe in der Eichendorffstraße stand ein besonderer Moment im Mittelpunkt: die Enthüllung einer Messingtafel zu Ehren des Stifters Wolfgang Schnepp.
Mit dieser Würdigung wird das außergewöhnliche Engagement des Unternehmers sichtbar gemacht, der als Stifter der Stiftung LebensWert – Arbeits- und Wohnungslosenhilfe in Baden-Württemberg maßgeblich die Hilfen der Stiftung für Menschen in schwierigen Lebenslagen ermöglicht. So konnte die Stiftung durch sein Engagement ein Förderdarlehen in Höhe von 150.000 Euro für das Neubauprojekt bereitstellen. Darüber hinaus unterstützt die Stiftung mit einem Zuschuss von 5.000 Euro die Ausstattung des Gemeinschaftsraums und der Küchen im Erdgeschoss des Neubaus.
Nach einer Begrüßung durch Erlacher Höhe Vorstand André Frank würdigte Dieter Kaufmann, Vorsitzender der Stiftung LebensWert, dieses Engagement mit eindringlichen Worten. Er hob Wolfgang Schnepps „beeindruckende Großzügigkeit“ ebenso hervor wie seine große persönliche Bescheidenheit und betonte, sein Tun stehe ganz im Geiste der Stiftung sowie der Diakonie insgesamt; es sei „Teil eines großen Werkes“. Mit dem Bibelwort „Wer sich des Armen erbarmt, der leiht dem Herrn“ unterstrich Kaufmann die ethische Dimension dieses Handelns. Schnepp setze ein Zeichen, das weit über das konkrete Projekt hinauswirke: „Deshalb wollen wir mit dieser Tafel auch ein Zeichen setzen, ein Ausrufezeichen – und öffentlich machen, was Sie tun.“
Wolfgang Schnepp selbst dankte für die vertrauensvolle Zusammenarbeit innerhalb der Stiftung. Deren Ziel, Wohnraum zu schaffen und Menschen in Armut schnell und unbürokratisch zu unterstützen, entspreche genau seinen Vorstellungen. Das Wirken der Stiftung sei ganz in seinem Sinne. Deshalb wolle er auch andere ermutigen, sich ebenfalls zu engagieren.
Der nun in Betrieb genommene Neubau ist Teil eines umfassenden Gesamtprojekts der Erlacher Höhe. Auf insgesamt 1.286 Quadratmetern Nutzfläche entstehen im Zusammenspiel von Alt- und Neubau verbesserte Lebensbedingungen für die Bewohnerinnen und Bewohner. Die 18 Plätze in der Therapeutischen Wohngemeinschaft bleiben erhalten, werden jedoch modernisiert. Neu geschaffen wurden vier Plätze im betreuten Wohnen sowie sechs Apartments mit Mietwohnraum für bis zu neun Personen. Ein weiterer Entwicklungsschritt ist bereits geplant: In Kürze beginnt die Modernisierung des Bestandsgebäudes.