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InfoPunkt in Freudenstadt muss schließen

Aufgrund finanzieller Einsparungen der Stadt Freudenstadt muss der Erlacher InfoPunkt am Stadtbahnhof zum Ende des Jahres geschlossen werden.
Eine junge Frau und ein älterer Mann stehen an einer Theke. Die Frau, die hinter dem Tisch steht, zeigt dem Mann eine Karte. Auf dem Tisch befinden sich ein Computer, Tastatur, Maus, eine weitere Karte, ein Spendenhaus und im Hintergrund sind viele kleine Bilder zu sehen.
Zum Ende des Jahres muss der InfoPunkt in Freudenstadt geschlossen werden.

Großerlach/Freudenstadt. Freudenstadt hat beschlossen, das Inklusionsprojekt InfoPunkt am Stadtbahnhof aus finanziellen Gründen nicht länger zu fördern. Deshalb ist die Erlacher Höhe gezwungen, das erfolgreiche Projekt zum Jahresende einzustellen. Wolfgang Günther, Abteilungsleiter der Erlacher Höhe in Freudenstadt, kommentiert wie folgt: „Wie hoch ist der kurz- und mittelfristige Preis für die Stadt, wenn es den InfoPunkt nicht mehr gibt? Im Vorfeld wurden alle Stadtratsfraktionen ausführlich angeschrieben und die Argumente benannt. Ich respektiere die demokratische Entscheidung, die die Stadträte in ihrer Verantwortung auf Antrag der Verwaltung getroffen haben. Ob die Entscheidung alternativlos war? Sachlich bin ich nicht überzeugt. Gleichwohl danke ich persönlich für die fast 9-jährige Kooperation im Rahmen des InfoPunkts.“

Für Wolfgang Sartorius, Vorstand der Erlacher Höhe, ist die Entscheidung sehr bedauerlich: „Für mich ist die Einstellung der Finanzierung des Inklusionsprojekts ein völlig falsches Signal, das aus der Zeit fällt. Der Stadtbahnhof war bis vor neun Jahren eine Schmuddelecke – alles andere als eine schöne Begrüßung für Bahnreisende. Das hatte sich mit dem InfoPunkt radikal geändert. Wichtiger ist aber, dass dort Menschen mit Teilhabeeinschränkungen einen Arbeitsplatz auf Zeit fanden und dieser dann manchen zur Startrampe in ein Beschäftigungsverhältnis am allgemeinen Arbeitsmarkt wurde. Kürzlich traf ich einen von ihnen – ein junger Mann, Rollstuhlfahrer, der mir einmal mehr erzählte, wie wichtig der Infopunkt für sein Leben war. Er und die anderen Integrationsbeschäftigten waren aller Mühen wert.“

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