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Jubiläum rückt wohnungslose Menschen in den Mittelpunkt

Seit 1994 setzt sich der diakonische Einrichtungsverbund Erlacher Höhe mit Hauptsitz in Großerlach im Landkreis Freudenstadt für Menschen in sozialen Notlagen ein. Zum 25-jährigen Bestehen wird am Dienstag, 15. Oktober unter dem Titel „Unerhört! Diese Obdachlosen. #zuhören“ mit einer Reihe von Veranstaltungen in Freudenstadt gefeiert. Das Jubiläumsprogramm rückt Menschen in den Mittelpunkt, die in unserer Gesellschaft ein Dasein im Schatten führen: weil sie ohne Wohnung oder Arbeit sind, arm oder einsam.
Gruppen von Menschen, die draußen an Biertischgarnituren sitzen. Die Tische sind eingedeckt und mit Äpfeln dekoriert. Die meisten Menschen haben einen Teller vor sich stehen. Im Hintergrund ein historisches Gebäude mit einer großen Holztür zu sehen. Rechts stehen zwei Männer hinter einem Mikrofon und einem Lautsprecher.
Ein Rückblick in Bildern: Mit einem Solidaritätsessen vor der Stadtkirche Freudenstadt beginnt das Jubiläum ...
Fünf Personen stehen vor einem historischen Gebäude und blicken direkt in Kamera.
Wolfgang Sartorius, Vorstand der Erlacher Höhe, Dekan Werner Trick, Gabriele Kraft vom Diakonischen Werk Württemberg, Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg und Wolfgang Günther, Abteilungsleiter der Erlacher Höhe in Freudenstadt (von links).

Großerlach/Freudenstadt. Seit 1994 setzt sich der diakonische Einrichtungsverbund Erlacher Höhe mit Hauptsitz in Großerlach im Landkreis Freudenstadt für Menschen in sozialen Notlagen ein. Zum 25-jährigen Bestehen wird am Dienstag, 15. Oktober unter dem Titel „Unerhört! Diese Obdachlosen. #zuhören“ mit einer Reihe von Veranstaltungen in Freudenstadt gefeiert. Das Jubiläumsprogramm rückt Menschen in den Mittelpunkt, die in unserer Gesellschaft ein Dasein im Schatten führen: weil sie ohne Wohnung oder Arbeit sind, arm oder einsam.

Fachvortrag: So leben Menschen ohne Wohnung

Zum Thema „Wohnungsnot in einem reichen Land – zur Lebenslage wohnungsloser Menschen“ spricht Susanne Gerull, Professorin für Soziale Arbeit an der Berliner Alice Salomon Hochschule, um 14.30 Uhr im Kongresszentrum Freudenstadt. Im Auftrag des Evangelischen Bundesfachverbands Existenzsicherung und Teilhabe (Ebet) legte Gerull als verantwortliche Studienleiterin im Oktober 2018 die erste umfassende und systematische Untersuchung der Situation wohnungsloser Menschen vor. Dazu wurden 1.135 wohnungslose Menschen befragt, die Hilfe in den Diensten und Einrichtungen der Diakonie erhalten. In 70 Einrichtungen quer durch alle Bundesländer wurden die Betroffenen anhand von objektiven Kriterien nach ihrer materiellen Situation, ihrem Erwerbsstatus, ihrer Gesundheit, nach ihrer Wohnsituation, ihren sozialen Netzwerken und ihrer Sicherheit befragt. Außerdem wurden die Betroffenen um eine subjektive Einschätzung ihrer Lebenssituation gebeten. In ihrem Vortrag erläutert die Professorin, was Wohnungslosigkeit für Menschen bedeutet. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Podiumsdiskussion: Den Unerhörten zuhören

Menschen, die von der Erlacher Höhe im Landkreis Freudenstadt beraten und begleitet werden, ihre Situation und ihre Nöte, stehen anschließend beim Unerhört-Forum um 16 Uhr im Kongresszentrum im Mittelpunkt. Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg, wird zu Gast sein. Er wird Betroffenen zuhören und mit ihnen, Mitarbeitenden der Erlacher Höhe, Entscheidern in Behörden und Führungskräften aus Kirche und Diakonie ins Gespräch kommen. Neben Dieter Kaufmann nehmen Erster Landesbeamter Reinhard Geiser, der Freudenstädter Dekan Werner Trick, Gabriele Kraft, Referentin für Wohnungslosenhilfe bei der Diakonie Württemberg und der Abteilungsleiter der Erlacher Höhe im Landkreis Freudenstadt, Wolfgang Günther, an der öffentlichen Podiumsdiskussion teil.

Ausstellung: Kunst trotz(t) Armut

Gegenwartskunst zu den Themen Obdachlosigkeit, Armut und soziale Ausgrenzung zeigt die Ausstellung „Kunst trotz(t) Armut“ im Kongresszentrum. Kunstwerke von Menschen mit Armuts- und Wohnungslosigkeitserfahrungen hängen Seite an Seite mit den Arbeiten namhafter Kunstschaffender. Um 14 Uhr führt Kurator Andreas Pitz in die Ausstellung ein. Eine weitere Führung des Kurators wird im Anschluss an das Unerhört-Forum um 17.30 Uhr angeboten.

Solidaritätsessen und Freudenstadtführung der besonderen Art

Bereits um 12 Uhr findet vor der Stadtkirche in Freudenstadt ein Solidaritätsessen statt, bei dem Oberkirchenrat Dieter Kaufmann eine kurze Andacht halten wird. Im Anschluss an das Essen sind Interessierte herzlich eingeladen, an der Stadtführung “Freudenstadt als soziale Stadt früher und heute” teilzunehmen. Die Führung startet um 13 Uhr vor der Stadtkirche und endet gegen 14 Uhr vor dem Kongresszentrum.

Alle Jubiläumsveranstaltungen der Erlacher Höhe im Landkreis Freudenstadt sind öffentlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wolfgang Günther, der als Abteilungsleiter das differenzierte Hilfeangebot der Erlacher Höhe im Landkreis Freudenstadt von Anfang an mit aufgebaut hat, hofft auf zahlreiche „Besucherinnen und Besucher, die sich durch ihr Kommen solidarisch zeigen mit Menschen, die sich in unserer Gesellschaft oft nicht wahrgenommen fühlen. Denn nur wer zuhört, kann ins Gespräch kommen und Lösungen finden.“ Die Erlacher Höhe ist im Landkreis Freudenstadt in den Bereichen Wohnungsnotfallhilfe, soziale Beschäftigung sowie Bildung und Coaching aktiv und unterstützt dort täglich über 600 Menschen.

Pressespiegel

Schwarzwälder Bote
Armut steht bei Feier im Vordergrund

Schwarzwälder Bote
Wohnungslose laufen oft gegen Mauer

Südwest Presse Neckar-Chronik
Solidaritätsessen und Stadtführung zu sozialer Not

Auf dem Bild ist eine Gruppe von Menschen zu sehen, die in einem Torbogen vor einer Holztür stehen. Die Personen hören einem Mann zu, der etwas erklärt und dabei ein Musikinstrument in der Hand hält.
Führung "Freudenstadt als soziale Stadt früher und heute".
Eine Gruppe von Personen blickt auf einen Mann, der vor einem Brunnen mit einem Musikinstrument steht. Im Hintergrund sind Häuser und Bäume zu sehen.
Führung "Freudenstadt als soziale Stadt früher und heute".
Ein Mann steht an einem Rednerpult auf einer Bühne. Hinter ihm ist eine Leinwand mit der Aufschrift "UNERHÖRT"! Diese Obdachlosen" zu sehen. Es ist eine Einladung zum Zuhören. Links und rechts vor der Bühne sind Büsten zu sehen.
Erlacher Höhe Vorstand Wolfgang Sartorius begrüßt die Besucher im Kongresszentrum.
Zwei Männer stehen vor einer Bühne mit einer Leinwand, auf der die Aufschrift ‚UNERHÖRT – Diese Obdachlosen. Einladung zum Zuhören.‘ zu lesen ist. Links und rechts sind Büsten zu sehen. Im Vordergrund ragen die Köpfe zweier Zuschauer ins Bild.
Kurzeinführung in die Ausstellung "Kunst trotz(t) Armut" mit Kurator Andreas Pitz (links) und dem Bildhauer und Maler Harald Birck.
Eine Frau steht an einem Rednerpult auf der Bühne. Hinter ihr ist eine Leinwand mit dem Titel "Schlussfolgerungen" zu sehen. Links und rechts vor der Bühne stehen zwei Büsten.
Susanne Gerull, Professorin für Soziale Arbeit an der Berliner Alice Salomon Hochschule, spricht zum Thema „Wohnungsnot in einem reichen Land – zur Lebenslage wohnungsloser Menschen“.
Ein älterer Mann und eine Frau stehen mit Mikrofon vor sitzenden Personen, die gespannt zuhören.
Zuhörer diskutieren mit Prof. Susanne Gerull und Wolfgang Sartorius im Anschluss an den Vortrag.
Eine Frau steht auf der Bühne hinter einem Rednerpult. Hinter ihr ist eine Leinwand zu sehen, die jedoch nur zur Hälfte im Bild erscheint. Im Vordergrund befindet sich eine Büste.
Bürgermeisterin Dr. Stephanie Hentschel gratuliert der Erlacher Höhe zum 25-jährigen Bestehen im Landkreis Freudenstadt.
Zu sehen ist der Rücken einer Person in einem weißen T-Shirt. Auf dem T-Shirt steht: "Erlacher Höhe – 25 Jahre im Landkreis Freudenstadt". Darunter ist in großen Druckbuchstaben das Wort "UNERHÖRT"! zu lesen, begleitet von dem Hashtag ‚#zuhören‘.
Menschen, die von der Erlacher Höhe im Landkreis Freudenstadt beraten und begleitet werden, ihre Situation und ihre Nöte, stehen anschließend beim Unerhört-Forum im Mittelpunkt.
Fünf Personen stehen auf einer Bühne an Stehtischen vor einer Leinwand mit der Aufschrift Diese Obdachlosen - Einladung zum zuhören. Im Vordergrund sitzt Publikum und die Büste eines Mannes ist vor der Bühne zu sehen.
Neben Dieter Kaufmann (2. v. re.) nehmen Erster Landesbeamter Reinhard Geiser (2. v. li.), der Freudenstädter Dekan Werner Trick (li.) und der Abteilungsleiter der Erlacher Höhe im Landkreis Freudenstadt, Wolfgang Günther (re.), an der öffentlichen Podiumsdiskussion teil. Moderation Peter Ruf (Mitte).
Fünf Männer stehen an einem Podium mit Stehtischen, auf denen Wasserflaschen und Gläser stehen. Im Vordergrund ist die Büste eines Mannes zu sehen. Die Männer tragen schwarze Anzüge.
Der Mann links, der mit dem Rücken zur Kamera steht, hält einer Frau mit rot-weiß gestreifter Bluse ein Mikrofon vor den Mund. Im Hintergrund sind weitere Personen und Sitzplätze zu sehen.
Moderator Peter Ruf im Gespräch mit Mitarbeitenden der Erlacher Höhe.
Der Mann links hält einem Mann ein Mikrofon vor den Mund. Im Hintergrund sind weitere Personen zu sehen.
Moderator Peter Ruf im Gespräch mit Mitarbeitenden der Erlacher Höhe.
Eine dunkelhaarige Frau mit Brille steht hinter einem Rednerpult. Rechts neben ihr befindet sich ein Laptop auf einem Stehtisch. Die Frau trägt schwarze Kleidung.
Thesengeberin der Podiumsdiskussion: Gabriele Kraft, Referentin Wohnungsnotfallhilfe bei der Diakonie Württemberg.
Lila Veranstaltungsflyer mit der Aufschrift: "Was ist für Sie unerhört?" neben einem roten Apfel auf herbstlichen Laub neben einer Kastanie.

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