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Legalisieren heißt nicht verharmlosen

Themenabend zur Legalisierung von Cannabis im Tagestreff Schuppachburg der Erlacher Höhe in Schwäbisch Hall.
Vier Personen stehen an einem Holzstehtisch und lächeln in die Kamera. Im Hintergrund sind weitere Personen zu sehen.
Linda Herrn, Leiterin Tagestreff Schuppachburg, Fabian Braun, Abteilungsleiter Erlacher Höhe Hohenlohe-Franken, Jitka Mitlacher, Sozialamtsleiterin Landratsamt Schwäbisch Hall, Wolfgang Sartorius, Vorstand Erlacher Höhe (v. l. n. r.).
Vier Personen sind zu sehen, zwei sitzen auf Stühlen, während zwei weitere stehen, einer davon an einem Stehtisch. Der Raum hat weiße Wände, an denen Bilder hängen. Im Hintergrund sind weitere Tische zu sehen.
Beatrice Lauckner und Claudia Rehmann von der Suchtberatung Diakonieverband Schwäbsich Hall, Ilona Nagel und Harald Sittart vom Drogenkontaktladen Schwäbisch Hall (v. l. n. r.).

“Wir sind eine süchtige Gesellschaft.” Mit diesen Worten eröffnete Wolfgang Sartorius, Vorstand der Erlacher Höhe, den Themenabend im Tagestreff Schuppachburg am 01. März. Jitka Mitlacher, Sozialamtsleiterin des Landratsamt Schwäbisch Hall, sprach ein Grußwort: “Wir in der Sozialverwaltung sind sehr froh, dass es die Schuppachburg gibt.”

Zum Themenabend Legalisierung von Cannabis waren fünf Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Suchtberatung und aus dem Bereich der niederschwelligen Begleitung von Menschen mit einer Suchtproblematik eingeladen. Das bunt gemischte Publikum hörte gespannt zu, welche Chancen die Rednerinnen und Redner in der Legalisierung von Cannabis sehen, und welche Bedenken sie dazu äußern.

Frau Claudia Rehmann, Fachbereichsleitung Suchtberatung des Diakonieverband Schwäbisch Hall, befürwortete eine Entkriminalisierung. Für sie bedeutet eine Legalisierung einen gesetzlichen Rahmen für die Verwendung von Cannabis zu schaffen. Sie bedauerte aber, dass vom ersten Gesetzesentwurf der Legalisierung abgewichen wurde. “Die Freigabe ab 21 Jahren wäre wichtig gewesen, um junge Menschen zu schützen und für die Prävention braucht es dringend mehr finanzielle Mittel,” betonte Claudia Rehmann.

Frau Ilona Nagel und Herr Harald Sittart vom Drogenkontaktladen in Schwäbisch Hall erzählten von ihrer Arbeit. Der Drogenkontaktladen nimmt süchtige Menschen vorbehaltlos an. Es geht darum den Menschen einen Ort zu geben, an dem sie willkommen sind und sich mit anderen austauschen können. Harald Sittart beschrieb es folgendermaßen: “Wir belehren nicht, wir fördern nichts, wir hören zu, wir halten aus.” Ilona Nagel äußerte Bedenken, ob die Umsetzung der Legalisierung ihren Schützlingen wirklich hilft.

Otto Saroos, langjähriger Mitarbeiter der Samariterstiftung Obersontheim, betonte: “Wir brauchen ein wachsames Auge und müssen auf die schauen, die die Droge nicht vertragen.” Und wie gehen wir mit Menschen um, die die Droge nicht vertragen? Diese Menschen durch die Illegalität zu schützen, hat nicht funktioniert. Aber wird es einfacher diese Menschen in der Legalität zu schützen? Am Ende des Abends waren sich alle Rednerinnen und Redner einig: Legalisieren heißt nicht verharmlosen.

In einer Küche stehen Getränkegläser mit einem Cocktail und einer Orange dekoriert ordentlich angerichtet. Eine Frau ist mit dem Befüllen der Gläser beschäftigt.
Die letzten Vorbereitungen vor der Veranstaltung.

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