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Mangel an bezahlbarem Wohnraum: „Wohnungslose Menschen nahezu chancenlos“

Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum trifft wohnungslose Menschen mit voller Härte. Erlacher Höhe Vorstand Wolfgang Sartorius setzt sich dafür ein, Vorurteile zu überwinden und Betroffenen eine Chance zu geben. Zumeldung zur Pressemitteilung „Diakonie-Zitat: Bezahlbare Wohnungen sind eine zentrale Frage sozialer Gerechtigkeit“ der Diakonie Deutschland vom 23. Mai 2023.

Großerlach. Die Bundesregierung hat sich vorgenommen, pro Jahr 400.000 Wohnungen zu bauen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden in Deutschland im Jahr 2022 aber nur 295.300 neue Wohnungen fertiggestellt. Die Gründe dafür sich vielfältig, unter anderem massiv gestiegene Baukosten und Grundstückspreise. „Trotzdem darf sich die Ampelregierung nicht damit zufriedengeben, dass sie ihr politisches Wohnbauziel verfehlt“, mahnt Erlacher Höhe Vorstand Wolfgang Sartorius. „Wohnen ist ein menschliches Grundbedürfnis und Grundvoraussetzung dafür, ein gelingendes Leben führen zu können; es darf keine Frage des Marktes sein. Wohnen ist schlicht ein Menschenrecht.“ Damit schließt sich der Vorsitzende des Evangelischen Fachverbands für Wohnungsnotfallhilfe im Diakonischen Werk Württemberg der Position der Diakonie Deutschland an, bezahlbare Wohnungen seien eine zentrale Frage sozialer Gerechtigkeit.

In voller Härte trifft der Mangel an bezahlbarem Wohnraum laut Sartorius wohnungslose Menschen. „Wer erst einmal in die Notlage Wohnungslosigkeit geraten ist, also nicht mehr über einen mietvertraglich abgesicherten Wohnraum verfügt, hat derzeit so gut wie keine Chance, diese Notlage zu überwinden. Zum einen aufgrund der angespannten Lage am sozialen Wohnungsmarkt, zum anderen wegen Vorurteilen und Ressentiments, mit denen wohnungslose Menschen noch immer zu kämpfen haben. Dabei kann Wohnungslosigkeit jeden treffen. Aus der Praxis können wir viele, gut gelungene Beispiele benennen, dass ehemals wohnungslose Menschen sehr verlässliche und gute Mieterinnen und Mieter sind. Zumal die Miete, soweit kein Erwerbseinkommen vorliegt, über das Bürgergeld abgesichert ist. Zudem begleitet die Erlacher Höhe Menschen auch in Mietwohnungen weiterhin ambulant. Ich kann also nur an alle Vermieterinnen und Vermieter appellieren, sich ein Herz zu fassen und Betroffenen einen Chance zu geben“, so Sartorius.

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