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Projekt "Demokratie vor Ort!"

Wie kann die demokratische Teilhabe ärmerer Menschen gestärkt werden? Wie kann auf Verteilungskonflikte und Ressentiments reagiert werden? Gemeinsam mit dem Evangelischen Fachverband für Arbeit und soziale Integration arbeiten wir an Antworten auf diese Fragen.
Fünf Personen stehen in einem hellen Raum an hohen Stehtischen und sprechen miteinander
Bei der Podiumsdiskussion „Arm oder demokratisch?“ im Sozialkaufhaus Strandgut in Welzheim wurde der Zusammenhang zwischen sozialer Gerechtigkeit und Demokratievertrauen beleuchtet.

Großerlach. Gemeinsam mit dem Evangelischen Fachverband für Arbeit und soziale Integration (EFAS e.V.) findet die Erlacher Höhe Antworten auf dringliche Fragen vor Ort im ländlichen Raum:

• Wie kann die demokratische Teilhabe Ärmerer gestärkt werden?
• Wie kann auf Verteilungskonflikte und Ressentiments reagiert werden?
• Wie kann milieu- und kulturübergreifend Begegnung stattfinden?
• Und wie kann man vor Ort als demokratischer Akteur sichtbar sein?

Projektschwerpunkt bei der Erlacher Höhe ist die Förderung eines demokratischen und vielfältigen Miteinanders.

Zum Hintergrund des Projektes:
Die Soziale Arbeit ist an gesellschaftlichen Schnittstellen tätig und daher besonders stark mit „Triggerthemen“ wie Bürgergeld und Migration konfrontiert. Bei Menschen mit Armutserfahrung zeigt sich eine doppelte Problematik: Sie werden gesellschaftlich abgelehnt und vertrauen weniger in demokratische Institutionen. Frustration und Existenzangst führen zum Teil zu Ressentiment unter Betroffenen. Besonders stark wirken diese Probleme im ländlichen Raum: Armut geht in kleinen Gemeinden oft noch stärker mit Scham und Mobilitätsarmut einher. Es gibt vor Ort weniger Hilfsstrukturen und häufig keine Angebote der politischen Bildung.

Genau hier setzt „Demokratie vor Ort“ an. Ziel ist z.B. Diakonie-/Tafelläden als „Demokratie-Orte“ zu nutzen, an denen Begegnung und Partizipation stattfindet. Mitarbeitende sollen qualifiziert werden, um demokratische Praxis nachhaltig in den Strukturen zu verankern und z.B. in Straßenaktionen nach außen tragen. Die Verleihung eines Demokratiesiegels soll zusätzlich nachhaltig wirken und die demokratischen Werte vor Ort sichtbar machen. Durch Vernetzung und Wissenstransfer werden Formate zudem übertragbar gemacht.

Weitere Kooperationspartner im Projekt sind: Diakonieverband Reutlingen, Diakonisches Werk Breisgau-Hochschwarzwald, Kreisdiakonieverband im LK Esslingen.

Gefördert wird das Projekt durch das Bundesinnenministerium im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ und durch die Lechler-Stiftung.

Z.T Logo mit grünem Kreis und dunkelblauem Text. Darunter der Schriftzug
Förderlogo des Bundesministeriums des Innern mit dem Bundesadler und der deutschen Flagge mit dem Text
Lechler Stiftung Logo mit dem Schriftzug

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