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Sartorius beendet Engagement in Aufsichtsgremien der Diakonie auf Bundesebene

15 Jahre lang war Wolfgang Sartorius als Mitglied des Diakonischen Rates und des Aufsichtsrats tätig, davon viele Jahre als stellvertretender Vorsitzender.
Lächelnder älterer Mann im grauen Anzug, hellblauem Hemd unter blauem Pullover und gestreifter Krawatte, der in einem Büro vor Kunstwerken in Blau und Gelb steht. Er trägt eine Brille und hat graues, welliges Haar und einen grauen Bart.

Großerlach. Nach 15 Jahren ehrenamtlicher Mitarbeit bei Diakonie Deutschland/Brot für die Welt/Diakonie Katastrophenhilfe (EWDE e. V.), hat sich Diakon Wolfgang Sartorius bei den Wahlen im Oktober 2021 nicht wieder zur Verfügung gestellt. Sartorius war als Mitglied des Diakonischen Rates und des Aufsichtsrats tätig, davon viele Jahre als stellvertretender Vorsitzender.

„Meine Überzeugung ist, dass man in der Demokratie ein Amt immer auf Zeit bekommt und es gut ist, auch wieder loszulassen und Verantwortung abzugeben. So kann man sich auch wieder neuen Aufgaben öffnen“, erklärte Sartorius. Beide Ehrenämter nahm der 59-Jährige neben seiner hauptberuflichen Aufgabe als Vorstand des diakonischen Sozialunternehmens Erlacher Höhe wahr.

“Diakonie ist wichtigstes Handlungsfeld von Kirche”

Rund 600.000 beruflich Mitarbeitende und über 700.000 Ehrenamtliche prägen die Arbeit der Diakonie Deutschland, die fast zehn Millionen Menschen mit ihren Hilfsangeboten erreicht. „Diakonie ist in einer Zeit der gesellschaftlichen Umbrüche und zunehmender Entkirchlichung nach meiner Überzeugung das wichtigste Handlungsfeld von Kirche. Dort wird praktizierte Nächstenliebe auch von kirchenfernen Menschen positiv erlebt, dort wird christlicher Glaube zu einer ganz unmittelbaren, praktischen Erfahrung für Menschen“, so Wolfgang Sartorius. „Deshalb wären unsere Kirchen gut beraten, sich noch stärker über diakonisches Handeln in der Gesellschaft zu verorten.“

Besonders die Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe und von Brot für die Welt liegt dem Diakon am Herzen. „Nach wie vor muss die vorrangige Option für die Armen – weltweit und im eigenen Land – zentrales Anliegen christlich motivierter Hilfe sein. Dazu wächst bei vielen die Erkenntnis, dass wir uns endlich über nationale, ethnische und religiöse Grenzen hinweg als Menschenschwestern und -brüder begreifen müssen, um Zukunft zu haben.”

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