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Verantwortung übernommen in Krisenzeiten

Links im Bild ist ein Mann zu sehen, der eine Brille, ein lila Hemd und eine gestreifte Krawatte trägt. Er steht vor einem Haus, das von Bäumen umgeben ist. Rechts im Bild befindet sich eine Frau, die eine schwarze Strickjacke über einem weißen Oberteil trägt. Sie steht vor einem Fenster. Beide lächeln in die Kamera.
Die neuen Abteilungsleitenden der Erlacher Höhe: Klaus Engler und Nadin Himmelsbach.

Großerlach. Kann man es wagen, in Zeiten, in denen eine Pandemie diakonische Einrichtungen vor nie dagewesene Herausforderungen stellt, Leitungsverantwortung zu übernehmen? Zwei Mitarbeitende der Erlacher Höhe, Nadin Himmelsbach und Klaus Engler, haben dies mit einem Ja beantwortet: Klaus Engler steht seit dem 1. April der Abteilung Sozialtherapeutische Hilfen der Erlacher Höhe vor, Nadin Himmelsbach übernimmt zum 1. Mai die Leitung der Abteilung Eingliederungshilfe, in der Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen Unterstützung finden. „Wir freuen uns, mit Frau Himmelsbach und Herrn Engler zwei vielseitig erfahrene Abteilungsleitende gewonnen zu haben, die beide die Kompetenz für die besonderen Anforderungen mitbringen“, sagt Erlacher Höhe Vorstand Wolfgang Sartorius.

Beide Abteilungsleitende wissen ein gutes, erfahrenes Team hinter sich. „Ich übernehme die Leitung der Eingliederungshilfe in einer durch Corona geprägten stürmischen Zeit, aber ich habe ein tolles Team, in dem jeder Einzelne Verantwortung übernimmt“, so Himmelsbach. Engler unterstreicht: „Als Leiter der Sozialtherapie der Erlacher Höhe habe ich die Führung eines gut aufgestellten und motivierten Teams übernommen, das in einer renommierten Einrichtung nach einem bewährten Konzept arbeitet. Da fällt der Start leicht.“

Die Krise zwinge dazu, neue Wege zu entwickeln, um die Arbeit trotz aller Einschränkungen und wechselnder Rahmenbedingungen weiterentwickeln zu können. „Das Wesentliche neu entdecken und neu gestalten: Das trägt und prägt uns gerade“, sagt Engler. Auch Himmelsbach schildert die aktuellen Herausforderungen: „Die Corona-Krise erfordert von den Mitarbeitenden ein hohes Maß an Flexibilität und Kreativität bei der Umsetzung von Schutzmaßnahmen und der Entwicklung neuer Arbeitsstrukturen.“ Nicht zuletzt verlange die aktuelle Situation den Bewohnerinnen und Bewohnern ein hohes Maß an Verständnis für die Veränderungen ab, die mit erheblichen Einschränkungen für sie verbunden seien, doch laut Himmelsbach „mit großer Disziplin mitgetragen“ werden.

Die Diplom-Sozialpädagogin und Sozialtherapeutin Nadin Himmelsbach ist seit 2011 bei der Erlacher Höhe in der Eingliederungshilfe tätig. Die 39-Jährige verfügt über ein hohes Maß an Fachkenntnis und Erfahrung im Bereich Sucht. An ihrer Arbeit schätzt sie besonders die konstante Zusammenarbeit mit den Bewohnern, die auch nach einem Auszug aus dem gemeinschaftlichen Wohnen bestehen bleiben kann: in Form einer ambulanten Begleitung im eigenen Wohnraum. „So habe ich noch heute Kontakt zu Menschen, die ich 2011 als Sozialpädagogin begleitet habe.“ Die Eingliederungshilfe der Erlacher Höhe unterstützt mehrfach beeinträchtigte, abhängigkeitskranke Menschen. Die zugehörige Einrichtung Haus an der Rems wurde 2008 in Waiblingen gegründet.

Klaus Engler ist diplomierter Sozial- und Religionspädagoge, Diakon und systemischer Berater. Der 51-Jährige hat 15 Jahre lang als Sozialarbeiter im Justizvollzug gearbeitet und zu seinem 50. Geburtstag noch einmal neu bei der Erlacher Höhe als Sozialtherapeut angefangen. Seine Überzeugung: „Therapie braucht Herz, muss lebensnah und experimentell sein und Wachstum fördern. Menschen haben nicht Stärken und Schwächen, sondern schlicht Eigenschaften, die sie ausmachen.“ Die Sozialtherapeutischen Hilfen haben ihren Ursprung im Jahr 1979 und sind mit Einrichtungen in Großerlach-Erlach, Backnang und Murrhardt vertreten. Rund 20 Mitarbeitende beraten, unterstützen und begleiten Menschen mit Sucht- und/oder psychischen Problemen in sozialen Notlagen.

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