Zum Inhalt springen

"Wohnen ist ein Menschenrecht"

Am 11. September ist Tag der Wohnungslosen. Für Wolfgang Sartorius, geschäftsführender Vorstand des Diakonieverbundes DORNAHOF und ERLACHER HÖHE e. V., ist dieser Tag in Hinblick auf die bevorstehende Bundestagswahl Anlass, die kommende Bundesregierung für mehr Engagement im sozialen Wohnungsbau aufzufordern.
Ein älterer Mann mit grauem Haar, Bart und Brille sitzt in einem schwarzen Anzug und weißem Hemd auf einem Holzstapel in einer Lagerhalle.

Großerlach, 07.09.2021.
Der Tag der Wohnungslosen, der jährlich am 11. September stattfindet, zeigt erneut: Wohnungsnot ist in Deutschland ein drängendes Thema. Dies bestätigen auch die aktuellen Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. V. (BAG W), die sich im Jahr 2018 auf ca. 678.000 Menschen ohne Mietvertrag oder Wohneigentum belaufen. Die Zahl wohnungsloser Kinder und Jugendlicher wird auf ca. 19.000 geschätzt. Dabei wird Wohnungslosigkeit oft als Einzelfall angesehen, obwohl sich dahinter ein großes soziales Problem versteckt.

Wohnungslosigkeit ist kein Einzelfall

„Wohnungslosigkeit ist kein Einzelfall. Ursache dafür ist vielfach ein strukturelles und soziales Problem, dem mangelnde Investitionen in sozialen Wohnungsbau zugrunde liegen,“ so Wolfgang Sartorius, geschäftsführender Vorstand des Diakonieverbundes DORNAHOF und ERLACHER HÖHE e. V. Zwar handle es sich bei der Wohnbauförderung um eine Ländersache, die jedes Bundesland eigenständig angeht, aber ein stärkeres Engagement des Bundes sei als Anstoß für eine Veränderung unumgänglich, weil die Länder und Kommunen dies nicht alleine bewältigen können. Sartorius: „Wohnungslosigkeit ist eng verknüpft mit einem Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Die Mietpreisentwicklung führt auch im ländlichen Raum dazu, dass bezahlbarer Wohnraum zunehmend knapper wird. Zudem ist der Bestand an Sozialwohnungen seit Beginn der 1980er Jahre von 4 Millionen auf heute etwa 1,2 Millionen zurückgegangen und geht weiter zurück, weil viel mehr Sozialwohnungen aus der Bindung herausfallen, als neue Wohnungen gebaut werden. Diesem Missstand muss die neue Bundesregierung entschieden entgegentreten und den sozialen Wohnungsbau stärker fördern, es müssen ganz andere Dimensionen erreicht werden,“ so Sartorius. „Man kann über vieles diskutieren, aber eine Sache steht im sozialen Rechtsstaat unverrückbar fest: Wohnen ist ein Grundbedürfnis jedes Menschen und elementare Voraussetzung, um ein gelingendes Leben führen zu können; es darf weder eine Frage des Marktes noch politischer Beliebigkeit sein. Wohnen ist schlicht ein Menschenrecht.“

Pressemitteilung als PDF herunterladen

Weitere Pressemitteilungen

Vor einem großen Monitor stehen zwei junge Frauen. Die Frau links hat lange dunkle Haare und einen Laptop in der Hand. Die Frau rechts hat eine Brille und hält Flyer in der Hand. Auf dem Monitor ist zu lesen "DreiB - BildungsBrückenBauen".

04.03.2026 in Pressemitteilungen

Zurück im Job nach langer Arbeitslosigkeit - Projekt „DreiB“ zeigt Wirkung

Seit Projektstart konnten 26 Teilnehmende in den Arbeitsmarkt integriert werden, neun davon haben eine Ausbildung begonnen.
Im Vordergrund des Bildes ist ein neues E-Bike zu sehen. Es ist schwarz und steht auf dem Parkplatz vor einem Gebäude mit dem Schild Haus Karla. Hinter dem E-Bike stehen vier Männer und lächeln in die Kamera.

02.03.2026 in Pressemitteilungen

Eberhard Gläser Stiftung unterstützt Erlacher Höhe

Ein Stück zusätzliche Mobilität: Die Aufnahmehäuser der Erlacher Höhe in Backnang freuen sich über ein E-Bike, gestiftet von der Eberhard Gläser …
Zwei Männer stehen sich nebeneinander und lächeln sich an. Der weißhaarige Mann trägt Bart und hat ein beige-blaues Hemd, der dunkelhaarige Mann trägt einen kurzen Bart, eine Brille und ein schwarzes Hemd mit rotem Stickmuster.

04.02.2026 in Pressemitteilungen

Benefizlesung mit Titus Simon und Christoph Jäger

Literatur und Liedermacherkunst: Titus Simon liest, Christoph Jäger begleitet. Herzliche Einladung zum Benefizabend am Freitag, 27. Februar in …