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Advent im städtischen Obdach Öhringen

Zu Weihnachten hat sich Frank Cornelius, Sozialpädagoge der Erlacher Höhe, in Mütze, Bart und Mantel geworfen, um zusammen mit Erlacher Höhe Kollegin Margot Keidel und dem Ordnungsamt der Stadt Öhringen den Menschen im städtischen Obdach Öhringen eine Freude zu machen. In seinem Bericht über die Aktion kommt er zu dem Schluss: "Allen hat dieser Mittag Wärme geschenkt. Auch dem Weihnachtsmann."
Fünf Personen in Winterkleidung, darunter ein Weihnachtsmann, stehen zusammen und halten Geschenkpakete. Sie tragen weihnachtliche Mützen und scheinen an einer Weihnachtsaktion teilzunehmen, vor einer Rolltor-Kulisse.
Zwei Menschen im Freien: Eine Frau in schwarzer Winterkleidung hält einen Papierbeutel mit der Aufschrift "Frohes Fest", während die andere Person als Weihnachtsmann mit roter Jacke, weißem Bart und Mütze verkleidet ist.

Pünktlich vor dem vierten Advent macht der Weihnachtsmann Station vor dem städtischen Obdach Öhringen. Dort wohnen zurzeit rund 50 Frauen und Männer. Auch einige wenige Familien haben hier eine vorübergehende Wohnstätte gefunden, wohl wissend, dass eine eigene Wohnung in diesen Zeiten kaum zu finden ist. Auch der Weihnachtsmann kann da nicht helfen. Aber eine Geste der Zuwendung und Aufmerksamkeit für die Menschen in ihren besonderen Lebensverhältnissen ist allemal möglich und findet großen Zuspruch. „Endlich kümmert sich jemand um uns“, sagt eine Frau und will den weißbärtigen Mann im roten Ornat gerne mal drücken.

Die Erlacher Höhe Hohenlohe-Franken mit Sitz in Künzelsau hat sich mit dem Ordnungsamt der Stadt Öhringen zusammengetan und diese Feier möglich gemacht. Hans Fronius, Hausmeister der Stadt, hat Tische, Bänke und einen Faltpavillon aus dem städtischen Fundus besorgt. Pünktlich um 12 Uhr stehen die ersten um einen Teller Gulasch an. Aus dem großen Pott schöpft Margot Keidel, Hauswirtschafterin der Erlacher Höhe, so manche Kelle und strahlt den Gästen entgegen. Solange der Vorrat reicht! Nicht allein ihre Herzlichkeit macht Appetit auf einen dritten und vierten Teller. Die Mahlzeit ist deftig, duftet und schmeckt köstlich.

Da läutet die Glocke zur Bescherung und tatsächlich hat der Weihnachtsmann für alle ein Päckchen dabei. Im Kostüm steckt Frank Cornelius, Sozialpädagoge der Erlacher Höhe, der seit gut einem Jahr wöchentliche Beratungszeiten im Obdach anbietet. Die Projektgelder hat die Europäische Union finanziert. Vornehmlich, um durch Corona abgehängte Bürgerinnen und Bürger mit digitalen Medien vertrauter zu machen. Wir erinnern uns: Zeitweise funktionierte die Verbindung mit den Behörden nur über einen Onlinetermin. Wohl denen, die über die nötigen Geräte und den passenden Support verfügten. Vor allem fehlt es am WLAN, das erforderlich wäre, um den Kontakt zur sozialen Infrastruktur überhaupt aufnehmen und halten zu können. Ein wertvolles Gut, das es aber im Obdach nicht gibt. Was wäre es für eine Weihnachtsfreude, wenn die Technik kostenlos zur Verfügung stünde. Auch Cornelius weiß um dieses Defizit, wiewohl auch er keine Abhilfe schaffen kann.

Indessen freut er sich an der guten Kooperation mit dem stellvertretenden Amtsleiter, Frank Stransky. Der hat ein Herz für die Menschen in ihren prekären Lebenslagen, und hilft wo er kann. Dank einer Spende der Familie Ochsenreiter, die Stransky organisiert hat, ist ein kleines Geschenk für alle Menschen in der Obdachlosenunterkunft möglich.

Cornelius schmunzelt unter dem weißen Bart und vergnügt sich an der Freude derer, die ihr Gulasch genießen und sich am heißen Punsch die Hände wärmen. Andere grabbeln in einer Kiste mit wollenen Handschuhen, Mützen und Schals nach dem, was ihnen am besten gefällt. Wenn’s dann auch noch passt, kann der Winter ruhig kommen.

Das meint auch Frau T., die mit ihren Töchtern „Am Bahndamm“ wohnt. Sie genießen die heimelige Atmosphäre, die an eine Familienfeier erinnert. Man stellt sich in Grüppchen an Partytische und erzählt, witzelt und lacht. Das macht die Stimmung aus an diesem Freitag vorm vierten Advent. Allen hat dieser Mittag Wärme geschenkt. Auch dem Weihnachtsmann.

Text: Frank Cornelius, Sozialpädagoge Erlacher Höhe

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