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Der Professor und der Liedermacher

Das eingespielte Duo Titus Simon und Christoph Jäger begeisterte die Gäste bei der Benefizlesung mit Musik im Gebäude "Gute Aussicht" der Erlacher Höhe in Großerlach.
Zwei Männer im Raum mit großen Fenstern und Blick ins Grüne, einer sitzt an einem Keyboard, der andere an einem rot eingedeckten Tisch. Sonnenblumen in Milchkannen schmücken den Raum.
Menschen sitzen auf Stühlen in einem hellen lichtdurchfluteten Raum Mit Holzbalken und großen Fenstern.mit bodentiefen Fensterfronten und hören einem Vortragenden an einem Tisch zu. Im Vordergrund sind Stehtische mit herbstlicher Deko zu sehen.

Großerlach. Über viele Gäste durfte sich am vergangenen Sonntag die Erlacher Höhe als Veranstalterin eines beinahe schon traditionellen Spätnachmittags freuen. Zum wiederholten Male lud sie zu einer Lesung mit musikalischer Umrahmung des inzwischen offenkundig eingespielten Duos Titus Simon und Christoph Jäger, alias Liedermacher Chris, in die Räume der „Guten Aussicht“ in Erlach ein. Trotz zahlreicher Veranstaltungen in der Umgebung war der schön gelegene Saal gut gefüllt, als die für Öffentlichkeitsarbeit verantwortliche Mitarbeiterin der Erlacher Höhe, Andrea Beckmann, die Gäste und Protagonisten begrüßte.

Liedermacher Chris, der sich selbst am Piano begleitete, holte das Publikum mit der Eigenkomposition „Ich singe meine Lieder“ sofort ab und stimmte auf einen Abend ein, bei welchem das Erzählen von Geschichten und Anekdoten in Lesung und Musik gleichermaßen im Vordergrund stand. Der emeritierte Professor für Jugendarbeit und weithin bekannte Autor Titus Simon las dank seines ausdrucksstarken und ruhigen Vortrags in absolut hörenswerter Weise Auszüge aus seiner neuen Erzählung „Extreme Fallhöhe“ vor. Dabei war bereits mit den ersten Zeilen nicht nur der regionale Bezug des Geschehens zu erkennen, sondern auch dass es sich hierbei um sein persönlichstes Werk mit deutlich autobiographischen Zügen handelt. So erzählt das Buch von den Erlebnissen des Autors, als er seinerzeit den Wehrdienst ableisten musste – diesen aber trotz disziplinarischer Maßnahmen verweigerte; oder von seiner Reise per Anhalter durch Frankreich, wo er eher zufällig eine Aufbruchveranstaltung bürgerlichen Widerstandes miterlebte.

Zwischen den einzelnen Textpassagen gab es Liedbeiträge von Christoph Jäger. Dabei gab er neben Eigenkompositionen, wie den von einem Titus Simon Roman inspirierten Titel „Langhaardackel“, auch überaus bemerkenswerte Interpretationen internationaler und nationaler Klassiker zum Besten. Die Lieder mit Tiefgang in Kombination mit der ausdrucksstarken Stimme des Liedermachers erzeugten echte Gänsehautmomente. Sehr zum Gefallen des Publikums waren die Textpassagen des Buchvortrags und die Auswahl der Lieder thematisch passend aufeinander abgestimmt. Beispielsweise erzählte Titus Simon von etwas Stones-lastigen Schallplattensammlungen und von einem amüsanten Missverständnis, als beim späten Besuch der Rockdiskothek Belinda am Tag der Simon´schen Hochzeit der DJ auf den geäußerten Titelwunsch der Braut irrtümlich Sweet Home Alabama von Lynyrd Skynyrd auflegte. Der tatsächliche Wunschtitel war aber der Alabama Song von The Doors. Diesen Wunsch erfüllte nun, wenn auch mit einigen Jahren Verspätung, Christoph Jäger, wobei er während des Songs fließend auf Angie von den Stones überging – eine überraschende Kombination, die beim Publikum gut ankam.

Das offenkundige Verständnis zwischen Simon und Jäger zog sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung und zeigte sich auch bei den gelegentlichen spontanen Einwürfen und Bemerkungen, mit welchen sich die beiden die Bälle zuspielten.

Oberkirchenrat und Vorsitzender der Stiftung Lebenswert, Dieter Kaufmann, bedankte sich darum zum Abschluss des Abends nicht nur dafür, dass die beiden diese Benefizveranstaltung zugunsten der Stiftung Lebenswert und der Doris-Weinmann Stiftung durch den Verzicht auf eine Gage ermöglichten, sondern vor allem auch dafür, dass sie ihm persönlich und allen Gästen einen „wahrlich lebens- und erlebenswerten“ Abend beschert hatten.

Text: Christoph Jäger

Menschen sitzen auf Stühlen in einem hellen lichtdurchfluteten Raum mit Holzbalken und großen Fenstern und hören einem Vortragenden an einem Tisch zu. Daneben sitzt ein Mann an einem E-Piano.

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