Zum Inhalt springen

Erlacher Höhe hofft auf Korrektur der Hartz IV-Sanktionspraxis

Hartz IV-Empfänger unterliegen strengen Regeln und Pflichten. Werden diese nicht erfüllt erfolgen Leistungskürzungen. Die können zur Obdachlosigkeit führen, wenn Kosten der Unterkunft gekürzt werden. Mit der Frage, ob solche Sanktionen verfassungswidrig sind, beschäftigt sich ab morgen das Bundesverfassungsgericht.

Großerlach. Hartz IV-Empfänger unterliegen strengen Regeln und Pflichten. Werden diese nicht erfüllt erfolgen Leistungskürzungen. Die können zur Obdachlosigkeit führen, wenn Kosten der Unterkunft gekürzt werden. Mit der Frage, ob solche Sanktionen verfassungswidrig sind, beschäftigt sich ab morgen das Bundesverfassungsgericht.

In Karlsruhe findet ab Dienstag, 15. Januar eine Anhörung zu Fragen der Sanktionspraxis im SGB II „(Hartz IV“) statt. Hartz IV-Empfänger unterliegen strengen Regelungen, die von den Menschen einiges an Auflagenerfüllung erfordern. Aber Sanktionen helfen wenig und verursachen vielfach menschliches Elend und unnötige, volkswirtschaftliche Kosten.

Zehntausende Hartz-IV-Empfänger werden in Deutschland monatlich von den Jobcentern sanktioniert. Kritiker bewerten die Kürzungen als Verletzung des Grundrechts auf ein menschenwürdiges Existenzminimum und fordern ihre Abschaffung. Auch die Erlacher Höhe fordert die Abschaffung von Hartz IV-Sanktionen und hält diese für verfassungswidrig. Das diakonische Sozialunternehmen ist in der täglichen Arbeit häufig mit durch Sanktionsauflagen entstandenen Notfällen konfrontiert und hält es für wichtig und den besseren Weg, Menschen im Leistungsbezug besser zu beraten und intensiver zu fördern, statt Verhalten zu sanktionieren. Besonders gilt dies für unter 25 Jährige, weil dort verschärfte Sanktionsregeln gelten. Wolfgang Sartorius, geschäftsführender Vorstand der Erlacher Höhe, kritisiert die Möglichkeit von Sanktionen und hält die „elende“ Praxis für dringend änderungsbedürftig. Seine Haltung ist eindeutig: „Wir sind der Auffassung, dass Sanktionen spätestens dann gegen die Menschenwürde verstoßen, wenn dadurch Menschen obdachlos gemacht werden. Wir hoffen deshalb, das Bundesverfassungsgericht wird dem Gesetzgeber ins Stammbuch schreiben, dass dieses restriktive Gesetz zu ändern ist.“

Beispiele für Kürzungen kennt man bei der Erlacher Höhe viele. Die Erlacher Höhe ist ein diakonisches Sozialunternehmen, das sich an 16 Standorten in Baden-Württemberg für Menschen in sozialen Notlagen einsetzt und deshalb häufig mit den sich aus der Sanktionspraxis ergebenden Nöten konfrontiert ist.

Weitere Pressemitteilungen

Ein Mann sitzt an einem E-Piano, hinter ihm sitzt ein Mann mit weißen Haaren und grauem Bart an einem kleinen runden Tisch. Der Raum hat große Fenster und ist frühlingshaft dekoriert.

12.03.2026 in Pressemitteilungen

Benefizlesung mit Titus Simon und Christoph Jäger begeistert Publikum

Das eingespielte Duo verzaubert die Gäste in der “Guten Aussicht” der Erlacher Höhe mit Musik und Literatur.
Ein lächelnder junger Mann in pinkem medizinischem Kittel steht in einer hellen Einrichtung mit Behandlungszimmern im Hintergrund.

10.03.2026 in Pressemitteilungen

Großformatige Porträts im Forum König-Karls-Bad in Bad Wildbad

Die Ausstellung wird am Dienstag, den 24. März eröffnet. Herzliche Einladung!
Vor einem großen Monitor stehen zwei junge Frauen. Die Frau links hat lange dunkle Haare und einen Laptop in der Hand. Die Frau rechts hat eine Brille und hält Flyer in der Hand. Auf dem Monitor ist zu lesen "DreiB - BildungsBrückenBauen".

04.03.2026 in Pressemitteilungen

Zurück im Job nach langer Arbeitslosigkeit - Projekt „DreiB“ zeigt Wirkung

Seit Projektstart konnten 26 Teilnehmende in den Arbeitsmarkt integriert werden, neun davon haben eine Ausbildung begonnen.