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Projekt "KontaktRäume aufbauen - Zusammenhalt schaffen" ist gestartet

Die grundlegende Versorgung und Aufrechterhaltung von Hilfesystemen für wohnungslose Menschen auch in Krisenzeiten sicherstellen: So lautet der Auftrag des Projektes React-EU „KontaktRäume aufbauen – Zusammenhalt schaffen“, das im Juli bei der Erlacher Höhe gestartet ist.
Plakat des Diakonieverbunds Dornahof & Erlacher Höhe mit verschiedenfarbigen Sternen auf türkisblauem Hintergrund, das die Förderung von Chancen für Menschen in schwierigen Lebenssituationen durch Arbeitsunterstützung und Hilfsangebote symbolisiert. Das Logo des Europäischen Sozialfonds und des Landes Baden-Württemberg sowie die EU-Flagge sind am unteren Rand abgebildet.

Großerlach. Im Juli ist das Projekt „KontaktRäume aufbauen – Zusammenhalt schaffen“ der Erlacher Höhe gestartet, das vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds“ (ESF) und der Europäischen Union gefördert wird. Grund des Projektstartes ist die Corona-Pandemie, die insbesondere die gesellschaftliche Teilhabe wohnungs- und obdachloser Menschen stark erschwert hat. Die Konzeption des Projektes sieht vor, dass die grundlegende Versorgung und Aufrechterhaltung von Hilfesystemen für wohnungslose Menschen auch in Krisenzeiten sichergestellt werden.

Ziel des überregionalen Projektes ist, durch aufsuchende Arbeit Menschen in kommunalen Obdachlosenunterbringungen oder prekären Lebenssituationen zu erreichen, die durch die Corona-Pandemie noch stärker isoliert wurden oder deren Notlagen sich verschärft haben. In einem weiteren Schritt soll durch Schulungen die digitale Teilhabe für Menschen in pandemieverstärkten Notlagen erhöht werden. Dazu gehört auch, Kontaktbeschränkungen durch Digitalisierungsförderung zu kompensieren und aus den Projekterfahrungen Handlungsempfehlungen für Regelangebote abzuleiten. Nach Bedarf werden digitale Kompetenzen in Workshops gefördert und auch bei der technischen Ausstattung Unterstützungen angeboten.

Durch Bestandserhebungen in den Landkreisen haben die Mitarbeitenden des Projekts vorab erkannt, dass vor allem in ordnungsrechtlichen Unterkünften, die von Kommunen verantwortet werden, ein hoher Bedarf an technischen Gerätschaften und Schulungen besteht. „Ohne ein mobiles Endgerät oder die notwendige Kenntnis, ein Gerät zu bedienen, sind in Pandemiezeiten kaum Termine bei Behörden zu bekommen. Kontakte zu Sozialarbeitenden, Freunden und Familien aufrechtzuerhalten ist ebenso schwierig. Deshalb wollen wir mit Förderung des europäischen Sozialfonds Kontaktbeschränkungen durch Digitalisierungsförderungen kompensieren,“ so Wolfgang Günther, Abteilungsleiter der Erlacher Höhe Freudenstadt. Gemeinsam mit einem Team von Mitarbeitenden aus vier Abteilungen setzt Günther das Projekt in insgesamt sechs Landkreisen in Baden-Württemberg um.

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