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Projekt "KontaktRäume" erreicht über 400 Menschen in sozialen Notlagen

Förderprojekt ermöglicht aufsuchende Sozialarbeit in kommunalen Obdachlosenunterkünften und Förderung digitaler Kompetenzen.

Landkreise Rems-Murr/Calw/Freudenstadt/Hohenlohe/Main-Tauber/Schwäbisch Hall. Nach eineinhalb Jahren Laufzeit endet im Dezember 2022 das Projekt React EU „KontaktRäume aufbauen – Zusammenhalt schaffen“ des diakonischen Sozialunternehmens Erlacher Höhe, das in sechs baden-württembergischen Landkreisen über 400 Menschen in sozialen Notlagen erreicht hat. Ziel des Projekts war die grundlegende Versorgung und Aufrechterhaltung von Hilfesystemen in Krisenzeiten für wohnungslose Menschen. Durch das Projekt wurden Menschen in kommunalen Obdachlosenunterkünften sowie in prekären Wohn- und Lebensverhältnissen erreicht. Gefördert wurde „KontaktRäume“ vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und der Europäischen Union. Grund des Projektstarts war die Coronapandemie, die insbesondere die gesellschaftliche Teilhabe wohnungs- und obdachloser Menschen stark erschwert hat.

Zentraler Bestandteil des Projekts war die aufsuchende Sozialarbeit in den kommunalen Obdachlosenunterkünften der Landkreise Rems-Murr, Calw, Freudenstadt, Hohenlohe, Main-Tauber und Schwäbisch Hall, um den dort untergebrachten Menschen konkrete Hilfe zu leisten, eine Verschärfung ihrer Notlage zu verhindern und die Einbindung der Betroffenen in das Hilfesystem zu erreichen.

In einem weiteren Schritt wurde die digitale Teilhabe der Personengruppe gefördert. Durch Bestandserhebungen in den Landkreisen war vorab erkannt worden, dass vor allem bei Menschen in ordnungsrechtlichen Unterkünften, die von Kommunen verantwortet werden, ein hoher Bedarf an technischen Geräten und der Förderung von digitalen Kompetenzen besteht. Daher wurden Endgeräte ausgegeben, die zuvor in Spendenaktionen gesammelt wurden, sowie Laptops, die im Rahmen des Projekts mit Unterstützung der Aktion Mensch beschafft werden konnten. Durch Starterpakete konnten für Teilnehmende digitale Zugänge in ihren Wohnunterkünften ermöglicht werden. Zudem wurden die Teilnehmenden dabei unterstützt, digitale Kompetenzen aufzubauen und zu erweitern. In den Fachberatungsstellen, Tagesstätten und Wohnbereichen der Erlacher Höhe wurden für Klientinnen und Klienten Gästezugänge ins WLAN eingerichtet.

„Ohne Zugang zum Internet, ohne mobiles Endgerät und das Wissen, wie man ein solches Gerät bedient, war es in Pandemiezeiten kaum möglich, Termine bei Behörden zu vereinbaren oder Kontakte zu Sozialarbeitenden, Freunden oder Familie aufrechtzuerhalten“, erklärte Wolfgang Günther, Leiter der Abteilung Freudenstadt der Erlacher Höhe. Gemeinsam mit einem Team von Mitarbeitenden aus insgesamt vier Abteilungen der Erlacher Höhe setzten Günther und die Projektkoordinatorin Sabine Laabs-Buschbacher das Projekt um. Durch das Projekt sei die Kooperation mit kommunalen Stellen und Unterkünften in Teilen deutlich verbessert worden, und man habe nachhaltig gemeinsame Ansätze entwickeln können, so Günther.

Die Erlacher Höhe wird auch nach Ablauf des Projekts weiterhin aufsuchende Sozialarbeit in kommunalen Unterkünften in den genannten Landkreisen leisten: unter anderem im Rahmen des neuen Förderprojekts „Von Mensch zu Mensch vor Ort“.

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