Zum Inhalt springen

Projekt "OLA Calw": Schritt für Schritt raus aus der Langzeitarbeitslosigkeit

Das Förderprojekt "Orientierung – Leben – Arbeit Calw“ (OLA Calw) ermöglicht langzeitarbeitslosen Menschen, sich wieder in Richtung Arbeitsmarkt zu entwickeln.

Großerlach/Kreis Calw. Menschen, die lange ohne Arbeit waren, sind besonders von Armut und Ausgrenzung bedroht. „Raus aus dem Leben“, so beschreibt Frau K. ihre Situation. Die gelernte Industriekauffrau war seit 2017 arbeitslos. Wechselnde, befristete Arbeitsverträge, zu viel Druck und eine fortwährende Überforderung am Arbeitsplatz machten die heute 43-Jährige krank. Lange Klinikaufenthalte waren die Folge.

Seither ging es langsam bergauf, Schritt für Schritt. Über das Jobcenter nahm Frau K. ab Februar am Projekt „Orientierung – Leben – Arbeit Calw“ (OLA Calw) der Erlacher Höhe teil. Das Projekt richtet sich an Menschen im Landkreis Calw, die langzeitarbeitslos sind und mit besonderen Vermittlungshemmnissen und Bildungsbenachteiligung konfrontiert sind. Darunter können mangelnde grundlegende Fähigkeiten wie das Lesen und das Schreiben fallen, fehlende digitale Kompetenzen, aber auch psychische Probleme, die eine Rückkehr der betroffenen Menschen in den Arbeitsmarkt erschweren. Die Teilnehmenden werden persönlich stabilisiert, arbeiten an ihrer Grundbildung und bauen digitale Kompetenzen auf. Zusammen mit einer Phase der Berufsfeldorientierung sowie einem 14-tägigen Praktikum im Anschluss ermöglicht dies den Teilnehmenden, sich wieder in Richtung Arbeitsmarkt zu entwickeln. „Unser Hauptanliegen ist es, die Beschäftigungsfähigkeit der Menschen zu erhöhen und damit ihre Chancen auf aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“, erklärt Andreas Reichstein, Leiter der Abteilung Calw-Nagold der Erlacher Höhe, Während der zweijährigen Projektlaufzeit von Januar 2022 bis Dezember 2023 nehmen insgesamt 32 langzeitarbeitslose Menschen an „OLA Calw“ teil. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) in Baden-Württemberg.

Ihrem Ziel, wieder eine Festanstellung zu haben und nicht mehr auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen zu sein, ist Frau K. im Projekt in großen Schritten nähergekommen. „Durch die Begleitung der Erlacher Höhe konnte ich schwierige Themen in meinem Leben bearbeiten, zum Beispiel bin ich zur Schuldnerberatung gegangen“, erzählt sie. Der Rückhalt durch die Coaches und die Erfahrung, dass viele in der Gruppe dieselben Probleme haben, gaben ihr neue Motivation. Ein echter Glückstreffer war die Berufsfeldorientierung, die Frau K. im Bereich Verkauf im Möbelladen der Erlacher Höhe in Calw absolvierte. Denn dort machte Frau K. einen so guten Job, dass ihr eine Festanstellung angeboten wurde. „Endlich geht es wieder richtig ins Leben“, freut sie sich.

Pressemitteilung als PDF herunterladen

Weitere Pressemitteilungen

Ein Mann mit grauen Haaren und Bart lächelt freundlich. Er hat eine Brille und trägt ein schwarzes Hemd.

22.01.2026 in Pressemitteilungen

Wolfgang Sartorius lenkt seit drei Jahrzehnten die Geschicke der Erlacher Höhe

Seit seinem Amtsantritt im Januar 1996 hat Vorstand Wolfgang Sartorius die Angebote der Erlacher Höhe kontinuierlich weiterentwickelt und die Arbeit …
Ein Mann mit Brille, Anzug und weißem Hemd blickt lächelnd in die Kamera.

15.01.2026 in Pressemitteilungen

André Frank übernimmt Vorstandsverantwortung

André Frank verstärkt den Vorstand der Erlacher Höhe. Der 42-jährige Diplom-Ökonom war zuvor vier Jahre lang kaufmännischer Geschäftsführer des …
Fünf Personen stehen zusammen in einem Gemeinschaftsraum mit Holzdecke und großen Fenstern

19.12.2025 in Pressemitteilungen

Backhaus Mildenberger unterstützt mobile Tagesstätte der Erlacher Höhe

Soziales Engagement in der Region: Das Backhaus Mildenberger übergibt bei der Weihnachtsfeier der mobilen Tagesstätte der Erlacher Höhe in Backnang …