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Zurück im Job nach langer Arbeitslosigkeit - Projekt „DreiB“ zeigt Wirkung

Seit Projektstart konnten 26 Teilnehmende in den Arbeitsmarkt integriert werden, neun davon haben eine Ausbildung begonnen.
Vor einem großen Monitor stehen zwei junge Frauen. Die Frau links hat lange dunkle Haare und einen Laptop in der Hand. Die Frau rechts hat eine Brille und hält Flyer in der Hand. Auf dem Monitor ist zu lesen "DreiB - BildungsBrückenBauen".
Ziehen eine positive Bilanz des Projekts DreiB: Tamara Geisler und Eva Bezecná von der Erlacher Höhe (v. li.).

Freudenstadt/Horb. Je länger Arbeitslosigkeit andauert, desto schwieriger wird der Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. Besonders betroffen sind Menschen, die seit einem Jahr oder länger arbeitslos sind und mit multiplen Vermittlungshemmnissen konfrontiert sind. Vor dem Hintergrund der angespannten wirtschaftlichen Lage sind ihre Chancen zusätzlich erschwert.

Genau hier setzte das Projekt „DreiB – BildungsBrückenBauen“ des diakonischen Sozialunternehmens Erlacher Höhe an. Von Januar 2024 bis Dezember 2025 wurden im Landkreis Freudenstadt insgesamt 86 langzeitarbeitslose Menschen schrittweise auf den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt vorbereitet.

Die Bilanz ist positiv: Seit Projektstart konnten 26 Teilnehmende in den Arbeitsmarkt integriert werden. Für Wolfgang Günther, Leiter der Abteilung Freudenstadt der Erlacher Höhe, ist besonders positiv, dass neun Personen davon eine Ausbildung begonnen haben: „Wir haben an vielen Stellen Fachkräftemangel. Jeder weitere Azubi ist deshalb ein Gewinn für die Menschen und die Gesellschaft.“ Fünf Teilnehmende wurden in Sprachkurse vermittelt. Acht weitere Teilnehmende konnten in eine anschließende Fördermaßnahme integriert werden. Insgesamt nahmen 46 Männer und 40 Frauen an dem Programm teil.

Ganzheitlicher Ansatz mit nachhaltiger Perspektive

Das Projekt zeichnete sich durch einen ganzheitlichen Ansatz aus. Im Mittelpunkt stand die individuelle Lebenssituation der Teilnehmenden. Neben persönlichem Coaching und fachlicher Qualifizierung spielte insbesondere die Förderung digitaler Kompetenzen eine zentrale Rolle. Im Baustein „Digitales“ wurden EDV-Kenntnisse aufgefrischt und der sichere Umgang mit digitalen Medien trainiert. Da nicht alle Teilnehmenden über eigene Endgeräte verfügten, wurden bei Bedarf Leih-Notebooks zur Verfügung gestellt.

In einer anschließenden Phase der Berufsfeldorientierung und durch betriebliche Praktika konnten die erworbenen Kenntnisse erprobt und gefestigt werden. Ergänzend dazu unterstützte das Modul Sprachförderung Teilnehmende mit Migrations- oder Fluchthintergrund bei der Stärkung ihrer Deutschkenntnisse.

„Unsere Schulungs-PCs und Drucker stehen den Teilnehmenden weiterhin für Recherche und Bewerbungen zur Verfügung“, betont Projektleiterin Eva Bezecná. Damit wird die Begleitung über die offizielle Projektlaufzeit hinaus fortgesetzt und die Nachhaltigkeit der erreichten Fortschritte gesichert.

„DreiB – BildungsBrückenBauen“ wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Landkreis Freudenstadt umgesetzt. Gefördert wurde das Projekt durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischer Sozialfonds Plus (ESF Plus). Das Projekt wird in der Förderperiode 2026/2027 fortgesetzt.

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