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Stiftung LebensWert: „Die Stiftung schaut dorthin, wo Menschen Hilfe benötigen“

Was haben Gerlinde Kretschmann, Landrat Dr. Richard Sigel und Schauspieler Ulrich Tukur gemeinsam? Sie alle machen sich als Fürsprecher für die Stiftung LebensWert stark. Zusammen mit Landrat Dr. Richard Sigel haben Peter Ruf, Vorsitzender der Stiftung, Wolfgang Sartorius, stellvertretender Stiftungsvorsitzender, Bernd Messinger, Mitglied im Vorstand und Prof. Titus Simon, Vorsitzender des Kuratoriums, Anliegen und Arbeit der Stiftung am Dienstag bei einem Pressegespräch vorgestellt.
Sechs Menschen in einem Neubau vor Holzständerwänden. Sie blicken in die Kamera und lächeln.
Unterstützen mit der Stiftung LebensWert Menschen in sozialen Notlagen: Stiftungsvorsitzender Peter Ruf, Prof. Titus Simon, Wolfgang Sartorius, Sozialdezernentin Stefanie Böhm, Landrat Dr. Richard Sigel und Bernd Messinger (von links).

Großerlach. „Die Stiftung schaut dorthin, wo sich Menschen außerhalb des Lichts der Öffentlichkeit befinden. Wo Menschen alleine im Schatten stehen und Hilfe benötigen. Was sie mit ihrem Namen verspricht, setzt die Stiftung LebensWert in die Tat um: Das Leben der Menschen lebenswerter gestalten. Ein Leben in Würde ermöglichen. Und das gelingt ihr pragmatisch und unkompliziert“, so Dr. Richard Sigel, Landrat des Rems-Murr-Kreises beim Pressegespräch zur Vorstellung der Arbeit der Stiftung LebensWert am Dienstag. Zusammen mit anderen prominenten Persönlichkeiten wie Gerlinde Kretschmann und dem Schauspieler und Musiker Ulrich Tukur macht er sich als Fürsprecher für die Stiftung stark, die 2008 von den diakonischen Einrichtungsverbünden Erlacher Höhe und Dornahof in Altshausen gegründet wurde.

Stiftung will Leben in Würde ermöglichen

„Gemeinsam Würde bewahren“ lautet das Motto der „Stiftung LebensWert – Arbeits- und Wohnungslosenhilfe in Baden-Württemberg“. Ihr Zweck ist, Menschen in sozialen Notlagen schnell und unbürokratisch zu unterstützen, Wohnraum für Bedürftige zu schaffen, ihre berufliche Integration zu fördern und neue Projekte anzuschieben. Peter Ruf, der viele Jahre Pressesprecher des Diakonischen Werks Württemberg war und heute ehrenamtlicher Vorsitzender der Stiftung LebensWert ist, ist überzeugt: „Jede und Jeder hat einen Anspruch auf ein würdevolles Leben. Auch und gerade Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Die Stiftung LebensWert setzt sich für Menschen ein, die oft in ihrer Würde bedroht sind: wohnungslose oder arbeitslose Menschen, Menschen mit Behinderungen, Flüchtlinge, Menschen, die in Armut leben oder von Armut bedroht sind. Wir wollen diesen Menschen Hoffnungszeichen geben und sie bei einem würdevollen Leben unterstützen.

Menschen in akuten Notsituationen wenden sich oft an die Erlacher Höhe oder an den Dornahof. Sie bitten um Hilfe, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind und sie nicht mehr weiter wissen. Wolfgang Sartorius, Vorstand der Erlacher Höhe und Mitglied im Vorstand der Stiftung LebensWert, ist dankbar, „dass wir in diesen Fällen mit einem oftmals kleinen, für die Betroffenen aber enorm wichtigen Betrag, helfen und beitragen können, akute Not abzuwenden oder wenigstens zu lindern. Es wäre schön, wenn die Stiftung wachsen und damit auch die Ausschüttungsmöglichkeiten wachsen würden.“

Arme Menschen in konkreten Notsituationen unterstützen

Menschen in Armut geraten in Schwierigkeiten, wenn Unvorhersehbares in ihrem Leben geschieht. Da wird dringend eine neue Brille gebraucht – die Kasse bezahlt die Ausgaben nicht. Ein Zahnersatz ist notwendig – Mut zur Lücke ist oft die einzige Möglichkeit für arme Menschen. Das sind nur zwei Beispiele, wie arme Menschen ins Abseits geraten. „Chancengleichheit besteht nicht darin, dass jeder einzelne einen Apfel pflücken darf, sondern dass der Zwerg eine Leiter bekommt“, so hat es der Theologe Reinhard Turre einmal ausgedrückt. „In diesem Sinne versteht sich die Stiftung als Leiter, die Menschen hilft, dass sie ihre Würde bewahren können“, so Peter Ruf.

Begleitet wird die Arbeit der Stiftung von einem Kuratorium. Für Prof. Dr. Titus Simon, Vorsitzender des Kuratoriums, liegen die Aufgaben des Kuratoriums vorrangig „in der Unterstützung des Stiftungsvorstands, aber auch in der Gewinnung von Zustiftungen sowie in der Unterstützung der öffentlichen Darstellung der Stiftungsarbeit.“ Und im Sinne des diakonischen Corporate Governance Kodex überprüft sie als Aufsichtsgremium, dass die Gelder entsprechend der Satzung verwendet werden. Das Kuratorium der Stiftung besteht aus vier Personen, neustes Mitglied ist Volker Pohl von der Filialdirektion Backnang der Kreissparkasse Waiblingen.

Mit kleinen Beiträgen bereits wirksame Hilfe geleistet

Die Stiftung hat derzeit ein Stiftungskapital von 114.000 Euro. Das Geld wurde anfangs in festverzinsliche Kapitalanlagen angelegt. In der aktuell zinsarmen Zeit wurden die Mittel zum überwiegenden Teil zur Mitfinanzierung und Schaffung von Wohnraum umgeschichtet und eingesetzt. Aus dem letztjährigen Ergebnis konnte die Stiftung 1.400 Euro für Einzelfallhilfen ausschütten. „Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn durch die prominente Unterstützung unserer Stiftung LebensWert sich weitere Zustifterinnen und Zustifter gewinnen lassen, die zum Ausbau unserer finanziellen Basis beitragen und damit nachhaltige und kontinuierliche Ausschüttungen im Sinne des Stiftungszwecks ermöglichen“, so Bernd Messinger, Vorstand der Stiftung. Mit dem Geld wurde zum Beispiel die Anschaffung einer speziellen Matratze für eine krebskranke Person finanziert, deren Kosten die Krankenkasse nicht vollständig übernommen hatte. In einem anderen Fall konnte die Stiftung einer Frau helfen, die in ihrer Wohnung mit Schimmelbefall zu kämpfen hatte: Sie finanzierte eine spezielle Wandfarbe und gut erhaltene Gebrauchtmöbel. Und einem aufgrund Erwerbsunfähigkeit in Folge einer Behinderung körperlich ziemlich beeinträchtigten Mann hat die Stiftung einen Zuschuss für ein E-Bike gegeben, mit dem er nun einigermaßen mobil ist.

„Noch sind wir eine kleine Stiftung. Trotzdem können wir schon durch die Geldanlage und durch die Ausschüttung der kleinen Beiträge wirksame Hilfe leisten“, betont der Vorsitzende der Stiftung Peter Ruf. Er hofft, „dass diese Veranstaltung heute weitere Personen auf die Stiftung aufmerksam macht, die mit uns gehen wollen, um gemeinsam die Würde von Menschen am Rande der Gesellschaft zu bewahren.“

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